Geologie der Region

In der Jurazeit lagerten sich mächtige Sedimente aus Kalkstein im Bereich der Fränkischen Alb ab. Mit dem Rückzug des Meeres begann in der Unterkreide eine tiefgreifende Verkarstung (Kohlensäureverwitterung) der Jurakalke. Die Verwitterung konnte besonders an den großen tektonischen Störungszonen (z.B. Fortsetzung der Pfahl-Störung) wirksam werden. Als Folge bildeten sich Karstrinnen, große Dolinen und langgestreckte Täler (Poljen). In der Oberkreide lagerten Flüsse und das zurückkehrende Meer wieder Sedimente innerhalb dieser Täler und Rinnen ab, zu denen auch Eisenerze gehören.

Die Eisenerze entstanden durch Ausfällung, indem sich saure, eisenhaltige Wässer von Flüssen aus dem Osten mit basischen, karbonatreichen Wässern aus dem kalkreichen Westen und dem von Süden vordringenden ebenfalls karbonatreichen Meerwasser vermischten. Die "Amberger Erzformation" ist reliktweise in kleinen und kleinsten Eisenerzanreicherungen weitflächig über die Frankenalb verbreitet.

Die großen Erzlagerstätten hingegen sind eng an die tektonischen Störungszonen von Amberg, Sulzbach und von Auerbach gebunden.

Durch tektonische Überschiebungen infolge der Alpenauffaltung entstand das "Obere Erzlager" und das „Untere Erzlager“. Letzteres stellt die Hauptpartien des Eisenvorkommens dar. Bis in das Mittelalter waren nur das "Obere Lager" sowie zahllose kleine oberflächennah gelegenen Erznester bekannt. Reste dieser Erzschürfstellen findet man noch heute in Form von Trichtergrubenfeldern. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts begann der Abbau des "Unteren Hauptlagers". Dieses steht als meist linsenförmige Erzkörper mit Längen bis 4000 m, bis 500 m Breite und über 50 m Mächtigkeit an. Die Erze liegen als Braunerz mit 42-49 % Eisengehalt und als Weißerz mit 35-39 % Eisengehalt vor. Die Lagerstätten um Pegnitz – Auerbach jedoch umfassen Doggererze, die aus der Jurazeit stammen.