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...auf den Spuren der Bergleute

         Der Sulzbacher Bergbaupfad

Auf den Pfaden des Sulzbacher Bergbaus werden die ehemaligen Tagesanlagen der Gruben verbunden, die teilweise identisch mit den ehemaligen Wegen der Bergleute zur Arbeitsstätte sind. Die Eisenerzvorkommen im Amberg-Sulzbach-Auerbacher Raum befinden sich entlang einer geologischen Störungslinie, die sich von der im Bayerischen Wald mit Quarzit ausgefüllten „Pfahl“-Spalte bis in die Gegend von Pegnitz erstreckt.

Die Erze wurden zu Beginn der Kreidezeit vor rund 120 Mio. Jahren über dem Malmkalk des Juras abgelagert, der heute noch die Landschaft westlich der Störungslinie prägt. Die Erzlager sind später mit Sand und Lehmschichten zugedeckt und dadurch vor weiterer Erosion geschützt worden.

Das Erz wurde im Bruchbau gewonnen, d. h. nach der Herausnahme des Erzes brachen die darüber liegenden Deckschichten nach. Der Abbau erfolgte in Scheiben von oben nach unten. Nach mehrmaligem Scheibenabbau senkte sich das Deckgebirge bis zur Oberfläche ab, wobei die heute noch sichtbaren Abrisse und Pingen, oft mit Wasseransammlungen „Erzhüllen“, entstanden. Die Tagesanlagen von Fromm. Etzmannsberg und Karoline lagen daher viel höher als die heutige Oberfläche.

Karl IV., ein Gönner Sulzbachs, förderte die Erz- und Eisengewinnung durch weitere Schürf- und Zollfreiheit. 1366 wurde Friedrich Kastner das Recht verliehen auf einer Holzmühle in Rosenberg einen Eisenhammer zu errichten und die „Rosen“ als Wahrzeichen zu führen. Dieser „Hammer Philipsburg” produzierte bis 1738. Im 15. und 16. Jahrhundert war die Oberpfalz ein reiches Land, woran das Montanwesen einen bedeutenden Anteil hatte. Zeugen des Wohlstandes sind die Stadtpfarrkirche St. Marien und das spätgotische Rathaus. Der 30-jährige Krieg (1618-1648) vernichtete das Montanwesen fast gänzlich.

Auch die 1853 gegründete „Maxhütte” brauchte sichere und ergiebige Erzvorkommen. Sie schloss zunächst mit dem Grafen einen Liefervertrag und erwarb 1859 den gesamten Grubenbesitz.  Die Sulzbacher Gruben lieferten ab 1860 an die Hütte über 21 Mio. Tonnen Erz. Die höchste Jahresförderung betrug 1959 über 600.000 t, die maximale Belegschaftsstärke wurde 1958 mit 1.100 Mitarbeitern erreicht.

Nördlicher Ausganspunkt des Sulzbacher Bergbaupfades: Ausgangspunkt ist der Parkplatz unterhalb vom Annaberg. Hier stand der Wetterschacht Galgenberg. Wetter nennt der Bergmann die Luftmengen, die für eine Belüftung der untertägigen Grubenräume sorgen.

Südlicher Ausgangspunkt des Sulzbacher Bergbaupfades: Der gleiche Parkplatz ist Ausgangspunkt für die Wanderung durch den südlichen Bergbaupfad.

Ausführliche Informationen zum Sulzbacher Bergbaupfad finden Sie auf dem als pdf-Datei hinterlegten Flyer:
…auf den Spuren der Bergleute 

 

 


 

 
Rathaus Sulzbach-Rosenberg (1456)
 

  
Grube Karoline mit Klenzeschacht
 

  
Seilbahnanlage Annaschacht