Kallmünz

Wegen der Lage am Zusammenfluss von Naab und Vils und der beiden Brücken kam Kallmünz schon immer große Bedeutung für Handel und Verkehr zu. Es existierte hier eine Reichszollstätte, bei der alle flussabwärts fahrenden Schiffe eine Maut zu entrichten hatten. Im Mittelalter wurden in Kallmünz verstreute kleine Erzvorkommen abgebaut. Darauf weisen Flurnamen wie „Arzberg“, „Erzberg“ und „Erzgred“ hin. Im Jahre 1570 wurde eine „Bergbaugewerkschaft“ gegründet, die ca. 20 Jahre später ihre Arbeiten einstellte,

da sie nicht rentabel waren. Die ehemaligen Eisenhämmer in Carolinenhütte (heute eine Eisengießerei) sowie in Rohrbach und Traidendorf mit ihren Hammerschlössern gehörten zum Absatzgebiet des Amberger Bergbaus. In Krachenhausen zeugt heute noch der Hausname „Schopper“ von einer ehemaligen Schiffsreparaturanlage.