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Geschichte der Orte an der Bayerischen Eisenstraße (von Nord nach Süd)

Rohrbach
Verwaltungsgemeinschaft Kallmünz
 

Eine Familie,
acht Hammerwerke
  

Die Siedlung wird bereits im 9. Jahrhundert genannt. Im 14. Jahrhundert stand hier ein Schienhammer an der Mündung
des Forellenbaches in die Vils. 200 Jahre war Rohrbach Sitz
der Montanfamilie Sauerzapf, die allein acht Hammerwerke betrieb.
 
In der katholischen Kirche Hl. Dreifaltigkeit erinnern das Fami-lienwappen sowie in der Friedhofskapelle Grabplatten an die-
ses bedeutende Geschlecht. Es ist das Ehewappen mit reicher Schnitzerei des Johann Daniel Sauerzapf, Hammermeister in Rohrbach und seiner Gemahlin Elisabeth Charitas Stettner. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel war die Familie Sauerzapf bis 1762 im Besitz des Hammergutes. Es wurde 1839 schließlich aufgelöst.


Das  Herrenhaus ist ein spätgotischer dreistöckiger Bau mit einem über Eck vorspringenden, erkerartigen Anbau aus dem Jahre 1586. Die Vielfalt dieser Herrenhäuser an Vils und Naab zeigt die Individualität der einzelnen Bauherren. Für den Reisenden wird so auch heute noch die Vergangenheit bildhaft und vorstellbar. Nahe Rohrbach liegt die Carolinenhütte, eine seit 1800 betriebene Gießerei, die zu den ältesten Gießereiwerken Bayerns zählt.