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Geschichte der Orte an der Bayerischen Eisenstraße (von Nord nach Süd)

Etterzhausen, Ortsteil von Nittendorf
 
Wo die Schiffsleute übernachteten
 
Dort, wo der Etterzhausener Wald die Naab nach Osten abdrängt, steht die romanische Turmkirche von Penk. Ihre starken Mauern mit schmalen Schartenfenstern verleihen ihr wehrhaften Charakter. Nahe der dem Hl. Leonhard geweihten Kirche wurden bei Ausgrabungen zahlreiche eiserne Votivtiere als Opfergaben gefunden. In der Naabschleife steht als Relikt der einstigen Schifffahrt noch ein Schleusenwärterhaus. Die Kammerschleuse ist wegen des Rückstaus der Donau geflutet. In Etterzhausen übernachteten die Schiffsleute - bei der Bergfahrt von Regensburg aus - zum ersten Mal, weitere Übernachtungs-Orte waren Kallmünz und Ensdorf.
    
Etterzhausen wird 863 erstmals urkundlich genannt. Das Schloss, erbaut im 16. Jahrhundert, wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört, im 18. Jahrhundert wieder aufgebaut. Es befindet sich heute im Privatbesitz. 
 
Auf der Bergfahrt von Regensburg nach Amberg machten die Schiffsleute in Etterzhausen die erste Station auf ihrer mehrtägigen Rückfahrt. Die Schiffe waren dann mit Salz und Wein beladen. Auf der Talfahrt wurde hauptsächlich Eisen transportiert.
  

Mariaort,
Ortsteil von Pettendorf
 

Schifffahrt nach Fahrplan
 

Ambergs Schifffahrt ist 1034 erstmals erwähnt und wurde auf der Vils und Naab - mit Unterbrechungen - bis 1827 betrieben. Der Wasserweg von Amberg nach Regensburg war 64 Kilometer lang. Durch die Errichtung von 17 Fällen bei den Hammerwerken und Mühlen wurde eine Stauhöhe von 1,40 Meter erreicht, wodurch das ohnehin geringe Gefälle nochmals verringert wurde. Die Schiffe fuhren einmal wöchentlich in Geleitzügen von vier bis sechs Schiffen (im 15. und 16. Jahrhundert). Die Talfahrt begann am Sonntag in Amberg und endete noch am selben Tag in Regensburg. Bergwärts wurden die Schiffe von 24 Meter Länge und 3,10 Meter Breite ursprünglich von Männern gezogen, später übernahmen Pferde diese schwere Arbeit. Die Bergfahrt der mit Salz und anderen Handelsgütern beladenen Schiffe begann am Montag, die Schiffe erreichten Amberg bis zum Donnerstag.