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Geschichte der Orte an der Bayerischen Eisenstraße (von Nord nach Süd)

Sulzbach-Rosenberg - Lebendige Industriegeschichte

Unterhalb einer bis 1050 von Graf Gerhard I. von Sulzbach erbauten Burg entstand der Ort, der sich mit Amberg zu den wichtigsten Bergbaustädten im ausgehenden Mittelalter entwickelte. Schon 1348 ist der Eisenerzbergbau belegt. 1349 fiel Sulzbach an Kaiser Karl IV., der es zur Hauptstadt von "Neuböhmen" machte und der Stadt das Bergregal  (Erlaubnis, Bergbau zu treiben) verlieh.

Welche Bedeutung man dem Montangewerbe
einräumte, veranschaulicht die Papstbulle von 1460, die es den Bergleuten erlaubte, die notwendigen Arbeiten zur geregelten Wasserhaltung auch an Sonn- und Feiertagen zu verrichten.

1934 wurde Sulzbach mit dem 1253 erstmals genannten Ort Rosenberg zur Doppelstadt vereinigt. Rosenberg besaß ein Eisenhammerwerk (Hammer Philipsburg, erstmals 1387 genannt). 1853 entstand mit der Gründung der Maxhütte das größte süddeutsche Hüttenwerk.

Nach einer mehrhundertjährigen Bergbau-Periode stehen seit 1977 die Fördermaschinen der letzten Gruben, des St.- Anna-Schachtes und der Grube Eichelberg still. Das größte süddeutsche Eisenwerk, die Maxhütte, konnte bis zum Jahr 2002 die Tradition fortsetzen, welche einst die vielen kleinen Hammerwerke begründeten. Nur das moderne Rohrwerk blieb erhalten. Einen guten Überblick über das stillgelegte Eisenwerk gewinnt man vom Kriegerdenkmal in Rosenberg aus.

Werkssiedlungen für die zahlreichen Beschäftigten der Maxhütte wurden in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts gebaut. Sie befinden sich zwischen Sulzbach und Rosenberg. Eine Skulptur "Mutter mit Kindern" in realistischer Manier der Zeit fällt besonders ins Auge.
An den Bergbau erinnert der St.-Anna-Schacht (stillgelegt 1974)
im Ortsteil Sulzbach. Am Berg über den beiden Stadtteilen erhebt sich die Wallfahrtskirche St. Anna.

Zu den herausragenden Kulturdenkmälern der Stadt zählen neben dem weitläufigen Schloss (1582 erbaut), an der Stelle der verschwundenen Gerhardsburg des 11. Jahrhunderts, zahlreiche historische Bürgerhäuser und das gotische Rathaus. Das Rathaus, wohl noch vor 1400 begonnen, zählt zu den markantesten Rathäusern in der Oberpfalz.
  

Eine Dokumentation des
Montanwesens findet man im
 
Stadtmuseum Sulzbach-Rosenberg
  
Neustadt 14-16
92237 Sulzbach-Rosenberg
Tel. (09661) 510 131
 
Öffnungszeiten:
Di. - So .09.00 - 12.00 Uhr; 13.30 - 16.30 Uhr
E-Mail: stadtmuseum.sulzbach-rosenberg(at)asamnet.de 
   
Schaustollen "Max" gibt einen Einblick über
die Eisenerzgewinnung und Förderung Stadtteil
Rosenberg, Theodor-Heuss-Straße 2.
 
Besichtigung nur mit Führung möglich 
(Tourist-Information Tel. 09661/510110).

Stadtführungen: jeden 1. und 3. Samstag im Monat (Mai bis Oktober)
Wanderrouten: tourist-info(at)sulzbach-rosenberg.de
Sulzbacher Bergbaupfad "Auf den Spuren der Bergleute"