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Geschichte der Orte an der Bayerischen Eisenstraße (von Nord nach Süd)

Kümmersbruck - Ortsteil Theuern:

     Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern
     Portnerstraße 2 92245 Kümmersbruck
  

Als man im 13. Jahrhundert die primitive Eisenverhüttung vom Gewinnungsort der Erze in die Flusstäler verlegte, um die Wasserenergie anstelle der Muskelkraft zum Betrieb der Bla-sebälge und Hämmer einzusetzen, begann der wirtschaftliche Aufstieg der Oberpfalz zu einem europäischen Eisenzentrum. Es entstanden eine Reihe von Hammerwerken, die sowohl Verhüttungs- als auch Verarbeitungsbetriebe waren. Die
"Große Hammereinung "von 1387 unterzeichneten allein 68 Hammermeister, die sich zu einem kartellartigen Verbund zusammenschlossen und somit die vertragliche Grundlage für dieses aufstrebende Gewerbe schafften.

Die Hämmer bezogen ihr Erz aus Amberg und Sulzbach. Die Holzkohle für den Verhüttungsprozess wurde in Meilern in den eigenen Waldungen gebrannt. Zu einem Hammergut gehörte neben der Produktionsstätte das Herrenhaus - die "Industriel-len-Villa" - und der land- und forstwirtschaftliche Betrieb. Sol-che Hammergüter sind vielfach noch in Resten erhalten, wenngleich in der Regel nur noch das Herrenhaus die Zeit überlebt hat.

Das ehemalige Hammerschloss Theuern ist ein spätbarocker Bau von 1781. Ein Hammer wird hier bereits im 15. Jahrhundert genannt. Das Museum, gegründet 1972,  beherbergt unter an-derem die Abteilung "Mineralische Rohstoffe", "Industrialisie-rung", Produkte aus den hier gewonnen Rohstoffen, wie Glas und Porzellan sowie in den Außenstellen technikgeschicht-
liche Anlagen als Gebäuderekonstruktionen mit originalen Betriebseinrichtungen. Es sind dies ein Eisenhammerwerk,
ein Glasschleif- und Polierwerk mit dem E.ON Strommuseum sowie eine Schachtanlage.

Öffnungszeiten:
Di. - Sa. 9.00 -17.00; Sonn- und Feiertag 10.00 - 17.00 Uhr