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Geschichte der Orte an der Bayerischen Eisenstraße (von Nord nach Süd)

Ensdorf an der Vils
 

Mönche als Industrielle

1121 wurde das Benediktinerkloster Ensdorf an einem Ver-kehrsknoten, einem Altstraßenkreuz gegründet. Zu dessen wertvollsten Besitzungen zählten einst die vilsaufwärts gele-genen Hammerwerke in Leiderdorf und Wolfsbach, beide aus dem 14. Jahrhundert. Der Hammer in Leidersdorf ging bei der Säkularisation in staatlichen Besitz über und wurde erweitert. Das Werk - mit einem Holzkohlehochofen ausgestattet - arbei-tete, bis der Kokshochofen in Rosenberg angeblasen wurde.
In Wolfsbach lag der Hammer bereits in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts öde. Im 17. Jahrhundert wurde das Kloster Ensdorf wohl unter Betreuung von Wolfgang Dientzenhofer umgebaut. An der Ausgestaltung der Barockkirche wirkten auch die Gebrüder Asam mit. In der Kirche findet man die Grabplatte eines Hammerherren, des Edlen von Winbuch. Zeitweise war Ensdorf auch Grablege der Wittelsbacher. Pfalzgraf Otto V. und seine Frau Helika, die Stammeltern des ersten Wittelsbacher Herzogs, sind der Überlieferung nach hier begraben. Die Ens-dorfer errichteten dem Gründer ein Mausoleum in Stuckmarmor seitlich des Hochaltars.
 

Heute beherbergt das ehemalige Kloster das Haus der Begegnung mit der Umweltstation.